Microgrids

Microgrids sind kleine, lokale Energienetze (Strom, Wärme und Kälte), die Haushalte und Betriebe mit Energie versorgen. Sie können ihren Energiebedarf selbstständig aus erneuerbaren Energien oder anderen Energieformen decken, etwa Biomasse, Wärmepumpen, Windräder oder Kraftwärmekopplungen. Microgrids können individuell gesteuert werden. Sie berechnen den Verbrauch und können Energie im Bedarfsfall dorthin verlagern, wo sie gerade gebraucht wird, oder sie reduzieren den Energieverbrauch. Sie erhöhen dadurch die Systemeffizienz, reduzieren Verluste, und verbessern die Integration von volatilen Energieformen wie Photovoltaik und Wind. Zudem haben sie den Vorteil, dass sie sich vom Stromnetz entkoppeln und für angeschlossene Gebäude oder Gewerbebetriebe weiterhin Strom, Wärme und Kälte produzieren können. Einige Regionen, die von Hurrikans und Stromausfällen betroffen sind, nützen dies bereits.

Bild 1: Microgrid Konzept. Copyright Berkeley Lab

Microgrids können aber auch ein Vorteil für lokale Energieversorger sein, da diese auch Dienstleistungen an Energieversorger anbieten können. So z.B. kann das Microgrid Bio-SNG oder Biogas in das Erdgasnetz einspeisen und so erneuerbare Energie zur Verfügung stellen. Eine andere Möglichkeit ist die Bereitstellung von Regelenergie, um Netzengpässe zu reduzieren.

Grundsätzlich gibt es zwei Forschungsfragen bezüglich Microgrids:

a) Welche dezentralen Technologien (Biomasse, PV, Wärmepumpe, etc.) sollen in welchem Umfang (d.h. Kapazitäten) wo im Netz installiert werden, um den ökonomischen und umwelttechnischen Erfolg zu garantieren?

b) Systemregelung: Wie sollen diese Technologien in Abhängigkeit von dynamischen Randbedingungen (z.B. Wetter, veränderbare Lasten oder veränderliche Strompreise) betrieben werden, um die ursprünglichen ökonomischen und umwelttechnischen Ziele auch wirklich zu erreichen?

Die Smart- und Microgrid Gruppe führt Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für die Forschungsfragen a) und b) durch.

Projektpartner:

 

 

 

 

 

 

 

BIOENERGY 2020+ Team

Stefan Aigenbauer

Elisa Carlon

Fernando Carreras

Markus Gölles

Walter Haslinger

Klaus Lichtenegger

Pascal Liedtke

Christine Mair

Andreas Moser

Daniel Muschick

Michael Stadler

Michael Zellinger

Relevante Projekte:

Energiemodellregion New Energy for Industry (NEFI) Projekt: Clean Energy for Tourism

Relevante Präsentationen:

STADLER Michael: "A flexible low cost PV/EV microgrid controller concept based on a Raspberry Pi.“ Working Paper, Michael Stadler, Center for Energy and innovative Technologies (CET) and Bioenergy2020+ GmbH, June 2018.

 
 
 

Leitung der Forschungsgruppe

 

Foto: PrivatDipl.-Ing. Dr. Michael Stadler, welcher ein Doktorat summa cum laude der Technischen Universität Wien in Energiewirtschaft und Betriebswirtschaft und einen Dipl.-Ing. (mit ausgezeichnetem Erfolg) in Elektrotechnik besitzt, leitete bis Ende Februar 2017 die ca. 40 köpfige Grid Integration Gruppe am renommierten Lawrence Berkeley National Laboratory der Universität von Kalifornien, Berkeley. Dr. Stadler wurde von Präsident Obama für seine Arbeiten mit dem Presidential Early Career Award for Scientists and Engineers (PECASE) geehrt. Diese präsidiale Auszeichnung für Wissenschaftler ist die höchste Anerkennung, welche von der US amerikanischen Regierung für herausragende Leistungen an junge Wissenschaftler vergeben wird. Die Preisträger werden für ihre innovative Forschung, außerordentliche wissenschaftliche Führungsqualitäten und ihr Engagement und Dienst an der Gesellschaft ausgezeichnet. Dr. Stadler leitete auch das 15 köpfige Microgrid Team am Lawrence Berkeley National Laboratory und war der leitende Entwickler des weltweit führenden Microgrid Simulationstools DER-CAM von 2008 bis Anfang 2017, für welches er die Auszeichnung von Präsident Obama erhalten hat. Dr. Stadler engagiert sich auch in Österreich und ist der wissenschaftliche Leiter des österreichischen Forschungsvereins Center for Energy and innovative Technologies (CET). Er ist wissenschaftlicher Gutachter für die American Society of Mechanical Engineers (ASME), ASHRAE, Applied Energy, Elsevier, European Council for an Energy Efficient Economy (ECEEE), European Transactions on Electrical Power, International Journal of Electronic Business Management und dem Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE). Dr. Stadler veröffentlichte 230 Beiträge in Fachzeitschriften, Berichte und 9 Computerprogramme in seiner 16 jährigen Karriere. Er besitzt 9 Software Copyrights.

Seit 1. März 2017 unterstützt Dr. Stadler das Team von BIOENERGY 2020+ und baut den Bereich Microgrids und Smartgrids auf und seit 1. August 2017 ist Dr. Stadler auch der Chief Technology Officer von Xendee Inc.

Mehr Infos über Dr. Stadler’s Arbeiten finden Sie hier:

http://www.cet.or.at/movies/ScienceTalkMStadler.mp4

https://kurier.at/wissen/die-zukunft-der-energieversorgung/245.721.630

http://www.cet.or.at/pdf_files/ENU%20Presentation%20V23_Public.pdf

https://energy.gov/oe/articles/recognizing-innovation-lawrence-berkeley-national-laboratory-michael-stadler-pecase

https://scholar.google.com/citations?user=MHJVYuIAAAAJ&hl=en

https://www.linkedin.com/in/StadlerMichael

(Foto: privat)

Ansprechperson