Neues heiztechnisches Prüfverfahren von Scheitholzöfen verspricht höhere Praxisrelevanz

(Foto: Stefan Aigenbauer, BIOENERGY 2020+)

Hintergrund für das Projekt Ofenprüfung ist, dass aktuelle Prüfmethoden für Scheitholzfeuerungen zwar jahrelang einen wertvollen Dienst geleistet haben, nun aber an ihre Grenzen stoßen. Sie ermöglichen nicht mehr die Unterscheidung guter von sehr guten und den besten Geräten, weil die Effizienz und Emissionswerte jeweils unter optimalen und nicht der Praxis entsprechenden Betriebsbedingungen ermittelt werden. Somit ist eine Unterscheidung der Produktqualitäten zwischen allen positiv geprüften Geräte nicht möglich.
Ziel des Projekts ist es, ein neues Prüfverfahren zu entwickeln und zu testen, welches eine praxisrelevante Bewertung von Scheitholzöfen ermöglicht. Dadurch wird erstmals eine Produktdifferenzierung im Bezug auf den Praxisbetrieb erreicht.
Mit Projektbeginn wird eine umfassende Analyse der Vorteile, Nachteile, Ziele und Wirkungen aktueller nationaler und internationaler Prüfmethoden für Scheitholzöfen durchgeführt. Darauf aufbauend wird durch Ergänzung und/oder Kombination aktueller Prüfmethoden unter Berücksichtigung praxisrelevanter Prüfbedingungen aus umfassenden Feld- und Labormessungen die neue Verfahrensweise zur Ofenprüfung 2020 entwickelt, die dann unter Labor- und Praxisbedingungen evaluiert wird.
Mit Abschluss des Projekts steht ein Prüfverfahren zur Verfügung, welches den praktischen Betrieb weitgehend abbildet und als praxisnahe Bewertungsmethode der Zukunft ein zentrales Steuerungselement für technologische Entwicklungen und Maßnahmen dienen kann. Die Ergebnisse des Projekts werden als Grundlage für zukünftige europäische Normungsarbeiten dienen.
Projektlaufzeit: April 2012 - März 2014
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms "Neue Energien 2020" durchgeführt.

Kontakt
Wilhelm Moser

2012-08-09

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