Spitzenforschung in Österreich: Mit Simulation zu schadstoffarmer Wärme

(Foto: BIOENERGY 2020+)                                                                                                                                                         Die österreichischen Kesselhersteller versuchen, verstärkt auf die Kundenwünsche einzugehen, da immer mehr Häuslbauer sich für das Heizen mit Holz entscheiden. Nicht zuletzt auch wegen der immer steigenden Ölpreise. Da ist natürlich die Kostenreduktion durch eine Wirkungsgradoptimierung und ein langes problemfreies Funktionieren einer Anlage ein zentraler Punkt.
Im Forschungskompetenzzentrum BIOENERGY 2020+ wird derzeit an einer „virtuellen Biomassefeuerung“ gearbeitet, die eine 3D-Simulation des Verbrennungsprozesses in der Anlage ermöglicht. Mit Unterstützung dieses Modells kann man, ausgehend von einem Prototyp eines Feuerungsherstellers sinnvolle Änderungen vorschlagen, um z.B. die Bildung von Ascheablagerungen bestmöglich zu vermeiden. Dadurch soll die Langlebigkeit solcher Anlagen erhöht werden, ohne dass solche Ablagerungen oder auch Korrosionsprozesse den Wirkungsgrad der Anlage zu stark reduzieren.
Eine ebenso wichtige Frage ist, wie Emissionen (CO, NOx, aber auch Feinstaub) solcher Feuerungen wirksam verringert werden können und somit die Umweltbelastung weitgehend reduziert werden kann.
„Für die Beantwortung solcher Fragen, bedarf es eines detaillierten Wissens über die physikalischen und chemischen Prozesse in einer Feuerung, bzw. in einem Brennstoffbett, über das Freisetzungsverhalten von relevanten Schadstoffen, sowie die komplexen Reaktionsmechanismen, die im Rauchgas einer Biomassefeuerung relevant sind,“ erklärt Robert Scharler, Area Manager bei BIOENERGY 2020+.
Seit Jahren werden die entsprechenden Computermodelle bei BIOENERGY 2020+ kontinuierlich weiterentwickelt, um verschiedenste Fragestellungen, die sich bei der Entwicklung neuer Prototypen ergeben, beantworten zu können. Das Resultat dieser kontinuierlichen Forschung: „Wir liegen mit unseren Simulationen weltweit im absoluten Spitzenfeld, davon profitieren sowohl Industrie als auch Endverbraucher“, sagt der Geschäftsführer des Zentrums, DI Dr. Erich Fercher stolz.
„Die Steiermark liegt mit einer regionalen Forschungs- und Entwicklungsquote von 4,3 % in Österreich an der Spitze und ist Vizeeuropameister. Dazu tragen die zahlreichen Kompetenzzentren nach dem COMET-Programm des Bundes ganz wesentlich bei. Erst vor einem Monat konnte die Steiermark wieder sieben von 10 K-Projekten für sich entscheiden und liegt nun mit 25 von 54 K2-, K1- und K-Projekten österreichweit an der Spitze,“ ergänzt Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann und gratuliert dem K1-Zentrum BIOENERGY 2020+ zu den Spitzenforschungsergebnissen. COMET bedeutet Competence Centers of Escellent Technologies, dieses Bundes-Programm gliedert Projekte in verschiedene Größen und wird vom Land Steiermark seit 2006 mit 100 Millionen Euro unterstützt. Kontakt: Robert Scharler

2013-01-08

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