Wie wir künftig heizen

Erfolgreiche Forschungskooperation stärkt Innovationskraft der steirischen Wirtschaft

(LR Buchmann, Geschäftsführer Haslinger, Foto: Wachmann)

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Scheitholz im Heizkessel nachzulegen, damit die optimale Raum- und Wassertemperatur dauerhaft erhalten bleibt? Wenn die Informationen über den Brennvorgang im Kessel, den Warmwasserspeicher, allfällige weitere Energiequellen wie Solarzellen und die Wetterprognosen verknüpft werden, wird dem Kesselbesitzer die ideale „Heizanleitung“ geliefert – im Idealfall über ein Bediengerät mit Alarmfunktion im Wohnzimmer. KWB forscht gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum BIOENERGY 2020+ im Rahmen des Projektes „Smart logwood boiler“ gerade an der entsprechenden Technologie. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Effizienz der Scheitholzkessel kann durch die Ergebnisse des Projektes optimal genutzt werden. Dies bedeutet nicht nur, eine stets optimale Raum- und Wassertemperatur, sondern reduziert auch die Heizkosten immens.
Auch das Projekt „MoREIntegrALBiomass“ hat das Ziel, durch effizientere und flexiblere Regelung dem Endkunden Einsparungen bei den Brennstoffkosten zu gewährleisten. Aber nicht nur das: Im Rahmen dieses Projektes werden Grundlagenuntersuchungen zur Integration von Elektrofiltern durchgeführt, sodass man in Zukunft in den betrachteten Kesseln nicht nur Hackschnitzel aus Holz, sondern auch Pellets aus Stroh oder anderen landwirtschaftlichen Nebenprodukten schadstoffarm und bei hohen Wirkungsgraden heizen kann. Insbesondere der oft in der Öffentlichkeit diskutierte Feinstaub soll damit signifikant reduziert werden, um den immer strengeren Emissionsgrenzwerten auch bei der Verbrennung dieser alternativen Brennstoffe gerecht zu werden.
Im Laufe der langjährigen Kooperation des Forschungszentrums BIOENERGY 2020+ mit KWB gab es schon zahlreiche, erfolgreiche Projekte. KWB konnte im Laufe der Zeit seinen Marktanteil steigern und möchte dies mit der Entwicklung von technologischen Spitzenprodukten weiterhin tun. BIOENERGY 2020+ konnte seit Gründung im Jahr 2003 seine Position als Forschungseinrichtung im Bioenergie-Bereich sowohl national als auch international stetig festigen und ausbauen. Durch die weitere Projektkooperation mit KWB erwartet sich das steirische Kompetenzzentrum eine Stärkung seiner Rolle als F&E-Partner und eine Zunahme der F&E-Projekte mit anderen Biomasse-Feuerungsherstellern.
LR Buchmann bestätigt die Wichtigkeit dieser Zusammenarbeit:
„Die Forschungskooperationen zwischen KWB und BIOENERGY 2020+ sind herausragende Beispiele für den Erfolg der COMET-Kompetenzzentren in der Steiermark. Die Kompetenzzentren sind wesentliche Motoren für die Innovationskraft der steirischen Wirtschaft. Die enge Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft führt zu innovativen Produkten und Dienstleistungen, mit denen unsere Unternehmen auf nationalen und internationalen Märkten erfolgreich sind. So können bestehende Arbeitsplätze in der Steiermark gesichert und neue geschaffen werden!“

Nähere Informationen: DI Dr. Markus Gölles, Projektleiter

2015-07-17

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