Ofenprüfung 2020

(Foto: BIOENERGY2020+, Scheitholzofen)                                                                                                                           Das Projekt „Ofenprüfung 2020“ von April 2012 bis März 2014 wird vom Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programms „Neue Energien 2020 – 5. Ausschreibung gefördert “. Das Projektkonsortium setzt sich aus den Forschungspartnern BIOENERGY 2020+, Technische Universität Wien – Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften, dem Österreichischen Kachelofenverband sowie den Unternehmenspartnern Austroflamm GmbH, Hark GmbH & Co. KG, Dr. Pley Environmental GmbH und Rika Innovative Ofentechnik GmbH zusammen.
Hintergrund für das Projekt „Ofenprüfung 2020“ ist, dass aktuelle Prüfmethoden für Scheitholzfeuerungen zwar jahrelang einen wertvollen Dienst geleistet haben, nun aber an Ihre Grenzen stoßen. Sie ermöglichen nicht mehr die Unterscheidung guter von sehr guten und den besten Geräten, weil die Effizienz und Emissionswerte jeweils unter optimalen und nicht der Praxis entsprechenden Betriebsbedingungen ermittelt werden. Dadurch ist eine Unterscheidung der Produktqualitäten zwischen allen positiv geprüften Geräten nicht mehr ausreichend möglich.
Ziel des Projekts ist es daher, ein neues Prüfverfahren zu entwickeln und zu testen, das eine praxisrelevante Bewertung von Scheitholzöfen ermöglicht. Dadurch wird erstmals auch eine Produktdifferenzierung im Bezug auf den Praxisbetrieb erreicht.
Mit Projektbeginn wird eine umfassende Analyse der Vorteile, Nachteile, Ziele und Wirkungen aktueller nationaler und internationaler Prüfmethoden für Scheitholzöfen durchgeführt. Darauf aufbauend wird durch Ergänzung und/oder Kombination aktueller Prüfmethoden unter Berücksichtigung praxisrelevanter Prüfbedingungen aus umfassenden Feld- und Labormessungen die neue Ofenprüfung 2020 entwickelt und anhand weiterer Messungen evaluiert.
Mit Abschluss des Projekts steht ein Prüfverfahren zu Verfügung, das den praktischen Betrieb weitgehend abbildet und als praxisnahe Bewertungsmethode der Zukunft ein zentrales Steuerungselement für technologische Entwicklungen und Maßnahmen dienen kann. Die Ergebnisse des Projekts werden als Grundlage für zukünftige europäische Normungsarbeiten dienen und können als Grundlage für Qualitätslabels dienen. Kontakt: Wilhelm Moser

2013-01-09